Eine Babyparty richtig planen

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Eure beste Freundin oder ihr selbst seid schwanger und jetzt ist die Frage nach einer Babyparty aufgekommen. Aber wer richtet diese aus, die (werdende) Mutter oder die Freunde? Wer wird alles eingeladen? Und woher kommt eigentlich der Brauch der Babyparty und was ist eine Babyshower? Es gibt so viele Fragen rund um das Thema Babyparty und wir haben die wichtigsten Infos und Antworten auf eure Fragen zusammengestellt. So könnt ihr euch mit echtem Expertenwissen in die Vorbereitung zu diesem ganz besonderen Event stürzen.

Geschichte: Woher kommt die Babyparty?

© Acter / Shutterstock.comDie uns heute bekannte Babyparty hat eine lange Tradition und stammt ursprünglich aus der Viktorianischen Ära. Damals wurden oft nach der Geburt eines Babys elegante Teepartys veranstaltet. Hierbei waren lediglich Damen anwesend und die weiblichen Familienmitglieder schenkten dem Kind handgefertigte Geschenke. Für die Oma galt allerdings eine Sonderregelung: Sie „musste“ etwas aus echtem Silber verschenken. Seit dieser Zeit sind silberne Löffel oder Rasseln aus Silber ganz typische Geschenke zur Geburt.

Nach dem 2. Weltkrieg kam es dann zu einer Art Babyboom und das weltweit. In dieser Zeit begann sich die Tradition der Babypartys zu wandeln. Auf der anderen Seite vom großen Teich, also in Amerika, feierte man nun sogenannte Babyshowers. Der Name hat aber nichts damit zu tun, dass die werdende Mutter nun abgebraust wird, sondern sie wird sprichwörtlich mit den Geschenken der Gäste geduscht. Doch auch zur Zeit des Babybooms wurde strikt unter Damen gefeiert – Männer mussten draußen bleiben.

Mittlerweile wurden diese doch recht starren Regeln deutlich gelockert und die Babypartys finden in lockeren und oft eben auch in gemischten Runden statt. Allerdings fühlen sich die Herren der Schöpfung auf solchen Feiern für das kommende Baby oft deplatziert und die Babypartys bestehen weiterhin überwiegend aus Frauen.

Wenn also doch lieber getrennt gefeiert wird, so treffen sich die Frauen, also die engsten Freunde und Verwandten der werdenden Mutter in gemütlicher Runde und das meist am Nachmittag. Dann wird sich gemeinsam auf das Baby gefreut, gemütlich gequatscht und ausgetauscht – Basteln und Spiele rund um das Thema Baby spielen auch oft eine große Rolle. Die Männer samt frischgebackenem Vater versammeln sich im Gegenzug eher nach der Geburt zur sogenannten „Pinkelparty“, bei der dann kräftig auf die Geburt angestoßen wird.


Organisatorisches: Eine Babyparty richtig planen

Wer ist der Gastgeber?

© VGstockstudio / Shutterstock.comZu diesem Thema gibt es keine pauschale Regel: Organisieren kann die Babyparty theoretisch jeder, meistens sind es jedoch die Schwester, die beste Freundin, evtl. die künftige Patentante oder eben die Mutter in Spe selbst. Davon ausgehend, dass die Babyparty eine Überraschung werden soll, solltet ihr allerdings frühzeitig mit der Planung beginnen. Denkt immer daran: Die Gäste müssen rechtzeitig den Termin einplanen können. Ob die Babyparty wirklich eine Überraschung werden soll oder die werdende Mutter eingeweiht wird, darf der Gastgeber natürlich selber entscheiden – allerdings ist es der künftigen Mutter gegenüber nur fair, wenn sie wenigstens den Termin erfährt und sich diesen frei halten kann. Alternativ könnt ihr auch den werdenden Vater um Mithilfe bitten oder euch selbst für den ausgewählten Termin mit der werdenden Mutter “zum Kaffee“ oder ähnliches verabreden.

Lange Wege sind in der Schwangerschaft gerade in den letzten Wochen nicht mehr so einfach zu bewältigen. Damit es für euren Überraschungsgast eine entspannte Feier wird, ist es durchaus nicht verkehrt, die Babyparty in den eigenen Vier Wänden der werdenden Mutter stattfinden zu lassen. Dieser sollte, abgesehen vom Aufräumen vor der Babyparty, allerdings keine Arbeit entstehen. Das heißt auch, dass ihr als Gastgeber vor den anderen Gästen erscheinen solltet, um die Wohnung zu dekorieren, Essen und Getränke vorzubereiten und eventuell noch auf- oder umzuräumen oder zu Putzen. Auch hier dürft ihr den werdenden Vater um Mithilfe bitten und sei es nur, um die Mommy to be für eine Stunde aus der Wohnung zu locken.

Wie und wer wird eingeladen?

© Vasilyev Alexandr / Shutterstock.comIn gewisser Art und Weise ist eine Babyparty auch eine Motto-Party. Natürlich könnt ihr klassisch mit einer Klappkarte auf dem Postweg oder mit einer einfachen Rundmail einladen, aber eigentlich ist zu diesem besonderen Anlass eure Kreativität gefragt. Ob ihr die Einladung in eine (natürlich frische) Windel schreibt oder die Einladung in einer Nuckelflasche verpackt, unvergessliche Einladungen geben den perfekten Startschuss für eine gelungene Babyparty.
Eingeladen werden auf jeden Fall die engsten Freunde der werdenden Mutter sowie natürlich auch die werdenden Omas, Tanten und ggf. Uromas. Ob die Babyparty in ganz kleinem Rahmen oder in offener, großer Runde stattfindet, solltet ihr mit der werdenden Mutter abstimmen (oder ihr kennt sie gut genug um richtig einzuschätzen, welcher Rahmen der gewünschte ist).

Um sicher zu gehen, dass auch jeder der Gäste ein kleines Geschenk für die Mama oder das Baby mitbringt, solltet ihr einen kleinen Hinweis auf der Einladung hinterlassen. Nicht jeder weiß, was auf einer Babyparty passiert oder von den Gästen erwartet wird. Gebt auch unbedingt eure E-Mail Adresse und eine Telefonnummer mit an, damit sich die Gäste bei eventuellen Unsicherheiten oder Fragen bei euch melden können und nicht aus Verzweiflung die Nichtsahnende werdende Mutter fragen! Plant ihr eine Überraschungs-Babyparty, so informiert auf jeden Fall auch die Gäste darüber!

Wann sollte die Babyparty stattfinden?

Hier gilt eine einfache Faustregel: Der beste Zeitpunkt für eine Babyparty ist im letzten Drittel der Schwangerschaft. Optimaler Weise überraschen dann die Freundinnen und weiblichen Bekannten die werdende Mutter etwa 6-8 Wochen vor der Entbindung Zuhause. So kann sich die werdende Mutter nach dem Auspacken der Geschenke auch gleich einen Überblick darüber verschaffen, was noch alles für das Baby besorgt werden muss. Zudem ist die werdende Mutter zu diesem Zeitpunkt meist noch relativ fit und kann die Babyparty in vollen Zügen genießen.

Welche Dekoration brauche ich für die Babyparty?

© Angela Luchianiuc / Shutterstock.comHier gilt: Je mehr desto besser! Kitschig und quietschbunt ist in den meisten Fällen genau die richtige Wahl, also tobt euch aus. Befestigt Girlanden, Pompoms und Luftballons in der Wohnung, verteilt Servietten mit Babymotiven, Schnuller und Rasseln auf den Tischen und schafft eine kunterbunte Kinderwelt. Und auch eventuelle Spiele machen doch in so einer Umgebung gleich doppelt so viel Spaß. Solltet ihr das Geschlecht des Babys schon kennen, könnt ihr die Deko natürlich auch darauf ausrichten und in Blau- oder Rosatönen dekorieren. Entsprechendes Dekorationsmaterial bekommt ihr bequem im Internet oder im Geschenkartikelladen.

Welches Essen passt zur Babyparty?

© Prezoom.nl / Shutterstock.comZu einem gemütlichen Beisammensitzen mit den Freunden gehört natürlich auch eine Kleinigkeit zu Essen. Findet eure Babyparty am Nachmittag statt, so seid ihr natürlich mit Kaffee, Tee, leckerem Kuchen und Muffins bestens ausgerüstet. Feiert ihr hingegen am Abend, könnt ihr euch mit einem kalten Buffet mit Quiche, Salat, Bratlingen und/oder Baguette versorgen. Kleine Knabbereien wie Salzstangen, Chips und Schokolade passen auch immer. Doch ob Kuchen oder Buffet, lasst eurer Kreativität ruhig mal freien Lauf und färbt zum Beispiel den Kuchenteig mit Lebensmittelfarbe bunt ein oder bestreut die Muffins mit kleinen Liebesperlen in Schnullerform.

Tipp: Bittet die übrigen Gäste um Beiträge zum Buffet. Je nach Anzahl der Gäste kann so eine Babyparty sonst ganz schnell euer Budget übersteigen und Süßigkeiten, Knabberzeugs, Salate oder kalte Getränke können auch auf Freunde und Familie verteilt werden. Sollten die werdenden Eltern übrigens keinen Geschirrspüler besitzen, dürft ihr auch zu Papptellern und Pappbechern greifen – diese sollten dann aber auch im entsprechenden Babydesign gestaltet sein.

Mitbringsel und Geschenkideen für die Babyparty

© Bartosz Budrewicz / Shutterstock.comDamit es keine doppelten Geschenke auf der Babyparty gibt, solltet ihr sowohl die werdenden Eltern nach Wünschen fragen, als auch die Geschenkideen der Gäste koordinieren. Das geht am einfachsten per Rundmail, wenn sich jeder Gast mit seinem Geschenk in eine Liste einträgt. Ein schönes Gemeinschaftsgeschenk ist es zum Beispiel, wenn jeder Gast sein Lieblingskinderbuch mit einer Widmung schenkt und die Bücher in einer Babykiste überreicht werden.

Um die Babyparty ein wenig interessanter zu gestalten, könnt ihr die Gäste beispielsweise bitten, zusätzlich zum Geschenk ein Paket Windeln, Feuchttücher (oder ein anderes Pflegeprodukt für Babys) mit zur Babyparty zu bringen. So haben die werdenden Eltern einen kleinen Vorrat an verschiedenen Windelsorten, Größen und Produkten und können ausprobieren, welche Pflegeprodukte oder Windelsorten das Baby am besten verträgt. Im Gegenzug stellt ihr die Gewinne für die Gewinnspiele zur Verfügung. Das können beispielsweise schöne Tassen, Tee/Kaffee, Süßigkeiten oder Wellnessprodukte aus der Drogerie sein. Natürlich könnt ihr auch kleine Themenpakete schnüren oder Gutscheine (Kino/Café) verschenken.


Babyparty Spiele: Unsere Top 5

© Marishasha / Shutterstock.comBabybauch bemalen – Mit bunten Fingerfarben und Pinseln darf jeder Gast einen Babynamen oder ein Babysymbol auf den Bauch der werdenden Mutter malen. Wenn ihr der Mutter dabei noch die Augen verbindet, kann diese am Ende entweder den schönsten Namen oder das gelungenste Symbol wählen und einen Gewinner küren. Vergesst auch auf keinen Fall, ein paar schöne Erinnerungsfotos von dem Bauch zu machen.

© oleandra / Shutterstock.comBabybauchumfang raten – Zu Beginn darf jeder Gast ein Stück Schnur von einem Knäul abschneiden, von dem er denkt, es sei so lang wie der Bauchumfang der werdenden Mutter. Alternativ können auch Maßangaben in Zentimetern auf einen Zettel geschrieben werden. Wer dem tatsächlichen Bauchumfang am nächsten kommt, hat gewonnen. Für dieses Spiel benötigt ihr ein gutes Maßband und eine willige werdende Mama.

© Jenny Sturm / Shutterstock.comBabynamen vorschlagen – Die Gäste dürfen je 3 Jungen und 3 Mädchennamen für das ungeborene Baby vorschlagen und auf einen Zettel schreiben. Auf der Rückseite wird der eigene Name vermerkt. Nun liest die werdende Mama nacheinander die Namensvorschläge vor und muss anschließend einen Gewinner küren. Entweder entscheidet sie sich für die schönsten Namen oder für den Zettel, auf dem der tatsächlich bereits festgelegte Name des Babys steht.

© VGstockstudio / Shutterstock.comGeburtsdatum raten – Jeder Gast erhält einen Stift, einen Zettel und einen Briefumschlag. Dann wird das vermutete Geburtsdatum sowie der eigene Name und eventuell eine persönliche Nachricht auf dem Zettel festgehalten und dieser in dem Umschlag verschlossen. Nachdem jeder das Datum auch außen auf seinen Umschlag geschrieben hat, werden die Umschläge eingesammelt und an einer Schnur im Babyzimmer aufgehängt. So können die werdenden Eltern nach und nach die Umschläge mit den Daten öffnen, die bereits verstrichen sind und sich die Wartezeit versüßen.

© Osokina Liudmila / Shutterstock.comGeschenke raten – Bei diesem Spiel gibt es zwei Varianten: Entweder muss der Ehrengast erraten, welche Geschenke sich hinter den Verpackungen verbergen oder die werdende Mama muss nach dem Auspacken den Schenker benennen. So oder so ein gemütliches Spiel für die Babyparty.

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